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Glasergewerbe / Beilage / Lohn/Gehalt

Beilage


zum Kollektivvertrag für das
GLASERGEWERBE

Lohnordnungen
Gültig ab
1. Mai 2019
Redaktionelle Anmerkungen Quelle: Gewerkschaft Bau - Holz
Artikel II Lohnerhöhung
a)  Die kollektivvertraglichen Mindestlöhne und Lehrlingsentschädigungen werden per 1.5.2019 für eine Laufzeit von 12 Monaten in lit. b) neu festgesetzt.
Die bis 30.4.2020 geltenden kollektivvertraglichen Mindestlöhne und der Satz des Taggeldes gem. § 5 Z 4 werden per 1.5.2020 für eine Laufzeit von 12 Monaten um 1,3% zuzüglich der durchschnittlichen Inflationsrate (März 2019 bis Februar 2020 gemäß VPI 2015 der Statistik Austria) erhöht und in einer zu diesem Stichtag veröffentlichten Lohnordnung neu festgelegt. Die bis 30.4.2020 geltenden Lehrlingsentschädigungen werden per 1.5.2020 für eine Laufzeit von 12 Monaten um 5% erhöht.
b)  Anhang gemäß RKV
A. Lohnordnungen für die Bundesländer (ausgenommen Hohlglasveredler)


Lohnordnung für das Burgenland
Kollektivvertragslöhne
Stundenlohn
ab 1. Mai 2019
nach dem 3. Gesellen- u. Gehilfenjahr 12,74
im 3. Gesellen- u. Gehilfenjahr 11,68
im 1. und 2. Gesellen- u. Gehilfenjahr 10,79
qualifizierte Hilfsarbeiter 11,20
Hilfsarbeiter 10,25
Lehrlingsentschädigungen siehe C.
Zulagen
Für die Dauer der Arbeiten auf Glasdächern (Zierlichten, Glashäusern, Gerüsten und in Gondeln) wird
eine Zulage von 0,44

pro Stunde gewährt.
Die je nach Dienstvertrag bestehende betragsmäßige Differenz zwischen dem kollektivvertraglichen Stundenlohn und dem tatsächlichen Lohn ohne Zulagen darf aus Anlass einer kollektivvertraglichen Lohnerhöhung nicht geschmälert werden. Ist die Differenz in Prozenten vereinbart, so gilt dies sinngemäß.


Lohnordnung für Kärnten
Kollektivvertragslöhne
Stundenlohn
ab 1. Mai 2019
nach dem 3. Gesellen- u. Gehilfenjahr 12,74
im 3. Gesellen- u. Gehilfenjahr 11,68
im 1. und 2. Gesellen- u. Gehilfenjahr 10,79
qualifizierte Hilfsarbeiter 11,20
Hilfsarbeiter 10,25
Lehrlingsentschädigungen siehe C.
Die je nach Dienstvertrag bestehende betragsmäßige Differenz zwischen dem kollektivvertraglichen Stundenlohn und dem tatsächlichen Lohn ohne Zulagen darf aus Anlass einer kollektivvertraglichen Lohnerhöhung nicht geschmälert werden. Ist die Differenz in Prozenten vereinbart, so gilt dies sinngemäß.


Lohnordnung für Niederösterreich
Kollektivvertragslöhne
Stundenlohn
ab 1. Mai 2019
nach dem 3. Gesellen- u. Gehilfenjahr 12,74
im 3. Gesellen- u. Gehilfenjahr 11,68
im 1. und 2. Gesellen- u. Gehilfenjahr 10,79
qualifizierte Hilfsarbeiter 11,20
Hilfsarbeiter 10,25
Lehrlingsentschädigungen siehe C.
Die je nach Dienstvertrag bestehende betragsmäßige Differenz zwischen dem kollektivvertraglichen Stundenlohn und dem tatsächlichen Lohn ohne Zulagen darf aus Anlass einer kollektivvertraglichen Lohnerhöhung nicht geschmälert werden. Ist die Differenz in Prozenten vereinbart, so gilt dies sinngemäß.


Lohnordnung für Oberösterreich
Kollektivvertragslöhne
Stundenlohn
ab 1. Mai 2019
nach dem 3. Gesellen- u. Gehilfenjahr 12,74
im 3. Gesellen- u. Gehilfenjahr 11,68
im 1. und 2. Gesellen- u. Gehilfenjahr 10,79
qualifizierte Hilfsarbeiter 11,20
Hilfsarbeiter 10,25
Lehrlingsentschädigungen siehe C.
Zuschläge
Für Dacharbeiten (Zierlichten, Glashäuser, Gerüste, Gondeln) 0,64
Für Bleiglas-(Kunstglas)-Arbeiten und Glasarbeiten mit Klebstoffen in geschlossenen Räumen 0,64
Die je nach Dienstvertrag bestehende betragsmäßige Differenz zwischen dem kollektivvertraglichen Stundenlohn und dem tatsächlichen Lohn ohne Zulagen darf aus Anlass einer kollektivvertraglichen Lohnerhöhung nicht geschmälert werden. Ist die Differenz in Prozenten vereinbart, so gilt dies sinngemäß.


Lohnordnung für Salzburg
Kollektivvertragslöhne
Stundenlohn
ab 1. Mai 2019
nach dem 3. Gesellen- u. Gehilfenjahr 12,74
im 3. Gesellen- u. Gehilfenjahr 11,68
im 1. und 2. Gesellen- u. Gehilfenjahr 10,79
qualifizierte Hilfsarbeiter 11,20
Hilfsarbeiter 10,25
Lehrlingsentschädigungen siehe C.
Zulagen
An Vorarbeiter und besonders qualifizierte Arbeiter können Leistungszulagen bis zu 15 % zu den vorstehenden Stundenlöhnen gewährt werden. Die Festsetzung dieser Zulagen erfolgt durch den Arbeitgeber im Einvernehmen mit dem Betriebsrat. Bei Leitergerüst-, Dacharbeiten und Arbeiten in Gondeln gebührt
eine Zulage von 0,69

pro Stunde.
Die je nach Dienstvertrag bestehende betragsmäßige Differenz zwischen dem kollektivvertraglichen Stundenlohn und dem tatsächlichen Lohn ohne Zulagen darf aus Anlass einer kollektivvertraglichen Lohnerhöhung nicht geschmälert werden. Ist die Differenz in Prozenten vereinbart, so gilt dies sinngemäß.


Lohnordnung für Steiermark
Kollektivvertragslöhne
Stundenlohn
ab 1. Mai 2019
nach dem 3. Gesellen- u. Gehilfenjahr 12,74
im 3. Gesellen- u. Gehilfenjahr 11,68
im 1. und 2. Gesellen- u. Gehilfenjahr 10,79
qualifizierte Hilfsarbeiter 11,20
Hilfsarbeiter 10,25
Lehrlingsentschädigungen siehe C.
Dachzulage
Für Dacharbeiten (Zierlichten, Glashäuser, Gerüstarbeiten und Arbeiten in Gondeln) erhält der Glasergeselle für die tatsächlich geleistete Arbeitsstunde
einen Zuschlag von 0,88
Marmorglaszulage
Die Marmorglaszulage beträgt pro Stunde 1,00

Diese Zulage erhält nur der Glasergehilfe bei Verlegungsarbeiten in Kitt für die tatsächlich geleistete Verlegungsarbeit.
Die je nach Dienstvertrag bestehende betragsmäßige Differenz zwischen dem kollektivvertraglichen Stundenlohn und dem tatsächlichen Lohn ohne Zulagen darf aus Anlass einer kollektivvertraglichen Lohnerhöhung nicht geschmälert werden. Ist die Differenz in Prozenten vereinbart, so gilt dies sinngemäß.


Lohnordnung für Tirol
Kollektivvertragslöhne
Stundenlohn
ab 1. Mai 2019
nach dem 3. Gesellen- u. Gehilfenjahr 12,74
im 3. Gesellen- u. Gehilfenjahr 11,68
im 1. und 2. Gesellen- u. Gehilfenjahr 10,79
qualifizierte Hilfsarbeiter 11,20
Hilfsarbeiter 10,25
Lehrlingsentschädigungen siehe C.
Zulagen
a) Für Arbeiten auf Glasdächern, Zierlichten an Glashäusern, auf Gerüsten und in Gondeln ab 4 m Höhe 0,91
b) Bleiverglasung und Glasarbeiten mit Klebstoffen in geschlossen Räumen 0,91
c) Marmorglasverlegung mit Klebstoffen 1,00
Die je nach Dienstvertrag bestehende betragsmäßige Differenz zwischen dem kollektivvertraglichen Stundenlohn und dem tatsächlichen Lohn ohne Zulagen darf aus Anlass einer kollektivvertraglichen Lohnerhöhung nicht geschmälert werden. Ist die Differenz in Prozenten vereinbart, so gilt dies sinngemäß.


Lohnordnung für Vorarlberg
Kollektivvertragslöhne
Stundenlohn
ab 1. Mai 2019
nach dem 3. Gesellen- u. Gehilfenjahr 12,74
im 3. Gesellen- u. Gehilfenjahr 11,68
im 1. u. 2. Gesellen- u. Gehilfenjahr 10,79
qualifizierte Hilfsarbeiter 11,20
Hilfsarbeiter 10,25
Lehrlingsentschädigungen siehe C.


Lohnordnung für Wien
Kollektivvertragslöhne
Stundenlohn
ab 1. Mai 2019
nach dem 3. Gesellen- u. Gehilfenjahr 12,74
im 3. Gesellen- u. Gehilfenjahr 11,68
im 1. und 2. Gesellen- u. Gehilfenjahr 10,79
qualifizierte Hilfsarbeiter 11,20
Hilfsarbeiter 10,25
Lehrlingsentschädigungen siehe C.
Zulagen
a) Für Arbeiten auf Glasdächern, Zierlichten an Glashäusern, auf Gerüsten und in Gondeln ab 4 m Höhe 0,91
b) Bleiverglasung und Glasarbeiten mit Klebstoffen in geschlossenen Räumen 0,91
c) Marmorglasverlegung mit Klebstoffen 1,00
Die je nach Dienstvertrag bestehende betragsmäßige Differenz zwischen dem kollektivvertraglichen Stundenlohn und dem tatsächlichen Lohn ohne Zulagen darf aus Anlass einer kollektivvertraglichen Lohnerhöhung nicht geschmälert werden. Ist die Differenz in Prozenten vereinbart, so gilt dies sinngemäß.


B. Lohnordnung für die Hohlglasveredler (bundeseinheitlich)
Stundenlohn
ab 1. Mai 2019
nach dem 3. Gehilfenjahr 12,58
im 2. und 3. Gehilfenjahr 11,44
im 1. Gehilfenjahr 10,30
qualifizierte Hilfsarbeiter nach dreijähriger Verwendung im Beruf 11,02
sonstige Hilfsarbeiter 10,30

Lehrlingsentschädigungen siehe C.
Die je nach Dienstvertrag bestehende betragsmäßige Differenz zwischen dem kollektivvertraglichen Stundenlohn und dem tatsächlichen Lohn ohne Zulagen darf aus Anlass einer kollektivvertraglichen Lohnerhöhung nicht geschmälert werden. Ist die Differenz in Prozenten vereinbart, so gilt dies sinngemäß.


C. Lehrlingsentschädigung für alle Bundesländer
ab 1. Mai 2019
im 1. Lehrjahr 3,89
im 2. Lehrjahr 5,15
im 3. Lehrjahr 7,77
im 4. Lehrjahr 9,04

Lehrlinge, die im Lehrverhältnis das 18. Lebensjahr vollenden, erhalten mit der dem 18. Geburtstag folgenden Lohnabrechnungsperiode die Lehrlingsentschädigung des 2. Lehrjahres. Im 3. bzw. 4. Lehrjahr gebührt eine Lehrlingsentschädigung wie bisher.
Lehrlinge, die nach Vollendung des 18. Lebensjahres die Lehre beginnen, erhalten die Lehrlingsentschädigung des 2. Lehrjahres. Im 3. bzw. 4. Lehrjahr gebührt eine Lehrlingsentschädigung wie bisher.


Artikel IV Änderung des Rahmenkollektivvertrages
Im § 2 Ziffer 3 wird folgender Satz ergänzt:
Wird am 24. und 31.12. pro Halbtag Urlaub vereinbart, so ist nur ein ganzer Urlaubstag vom gesetzlichen Urlaubsanspruch abzuziehen.
Im § 4 Ziffer 2 wird folgender Satz ergänzt:
Bei Dienstreisen ins Ausland, die nicht länger als 30 Tage dauern, tritt an die Stelle des im ersten Satz genannten Betrages der für die Bundesbediensteten geltende Betrag, sofern dieser höher ist. Dienstreisen ins Ausland sind nur solche Dienstreisen, bei denen das Reiseziel im Ausland liegt.
Im § 4 wird folgende Ziffer 5 neu eingefügt:
5.  Arbeitnehmer, die außerhalb der Normalarbeitszeit ein vom Arbeitgeber zur Verfügung gestelltes Mannschaftstransportfahrzeug zum Zweck der Beförderung anderer Arbeitnehmer zu oder von auswärtigen Arbeitsstellen (Baustellen) lenken, um dort die eigentliche Arbeitsleistung zu erbringen, haben für die Dauer des Lenkens des Fahrzeuges Anspruch auf eine Lenkzeitvergütung in Höhe von € 11,21 pro Stunde. Die Lenkzeit ist nach der Fahrzeit, in der der Lenker neben sich noch mindestens einen weiteren Arbeitnehmer befördert, zu bemessen. Eine pauschalierte Regelung ist hierfür zulässig. Diese Zeiten sind beim Anspruch auf Taggeld zu berücksichtigen. Für Zeiten, für welche eine Vergütung nach § 4 Z 2 gebührt, gebührt keine Lenkzeitvergütung.
Die Lenkzeitvergütung erhöht sich jeweils zum Wirksamkeitsbeginn einer kollektivvertraglichen Lohnerhöhung um jenen Prozentsatz, um den sich die kollektivvertraglichen Mindestlöhne erhöhen.
Im § 5 Ziffer 4 lautet der zweite Satz wie folgt:
Das Taggeld beträgt bei einer Arbeitszeit von mehr als 3 Stunden € 5,60 pro Arbeitstag.
Es wird ein § 6A samt Überschrift neu eingefügt:
§ 6A Anrechnung von Karenzzeiten
Für Karenzen, die ab 01.05.2019 oder später begonnen haben, gilt nachstehende Regelung:
Karenzen im Sinne des MSchG bzw. VKG innerhalb des bestehenden Dienstverhältnisses werden für die Bemessung der Kündigungsfrist, die Dauer der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall (Unglücksfall) und das Urlaubsausmaß sowie der Abfertigung nach ArbAbfG bis zu einem Gesamtausmaß von 24 Monaten angerechnet.
Die sich aus § 15f MSchG und § 7c VKG ergebenden Ansprüche sowie die bereits im bestehenden Dienstverhältnis angerechneten Karenzen sind beim Gesamtausmaß von 24 Monaten zu berücksichtigen und stehen nicht zusätzlich zu.
Dieses Gesamtausmaß gilt auch bei Teilung der Karenz zwischen Mutter und Vater im Sinne des MSchG bzw. VKG für dasselbe Kind oder nach Mehrlingsgeburten.
Im § 8 wird folgende Ziffer 5 neu eingefügt:
5.  Bei Teilzeitbeschäftigung ist das Weihnachtsgeld im Verhältnis der vereinbarten Wochenarbeitszeit zur kollektivvertraglichen wöchentlichen Normalarbeitszeit zu aliquotieren.
§ 10 erster Satz und Ziffer 1 lauten neu wie folgt:
Entgelt bei Arbeitsversäumnis durch wichtige, die eigene Person des Arbeitnehmers betreffende Gründe, insbesondere:
1.  Für Arztbesuch, ambulatorischer Behandlung und Gesundenuntersuchung notwendigerweise versäumte Arbeitsstunden hat der Arbeitnehmer Anspruch auf Entgelt. Das Entgelt gebührt nur für solche Arztbesuche, ambulatorische Behandlungen und Gesundenuntersuchungen, die nicht außerhalb der Arbeitszeit erfolgen konnten und nur dann, wenn sie nicht ein anderer Arzt ohne oder mit geringerer Arbeitszeitversäumnis hätte vornehmen können.

§ 12 lautet neu wie folgt:
§ 12 Kündigungsfristen
Die Kündigungsfristen werden im Zusammenhang mit der ab 1.1.2021 gesetzlichen Neuregelung der Kündigungsfristen neu geregelt:
1.  Das Arbeitsverhältnis kann in den ersten sechs Monaten des Arbeitsverhältnisses sowohl vom Arbeitgeber als auch vom Arbeitnehmer unter Einhaltung einer einwöchigen Kündigungsfrist gelöst werden. Nach einer sechsmonatigen Betriebszugehörigkeit gilt eine Kündigungsfrist von zwei Wochen, nach einer 5-jährigen Betriebszugehörigkeit eine Kündigungsfrist von 3 Wochen und nach einer 10-jährigen Betriebszugehörigkeit eine Kündigungsfrist von 4 Wochen.
Bei Arbeitgeber- oder Arbeitnehmerkündigung kann das Arbeitsverhältnis nur zum letzten Arbeitstag einer Arbeitswoche beendet werden.
Die Dauer aller Arbeitsverhältnisse eines Arbeitnehmers beim selben Arbeitgeber werden für die Höhe der Kündigungsfrist zusammengerechnet, sofern jede einzelne Unterbrechung nicht länger als 120 Tage dauert.
Wird aufgrund betrieblicher Regelung die Unterbrechung von 120 Tagen überschritten, gilt diese längere Unterbrechungsfrist.
2.  Bei Lösung des Arbeitsverhältnisses durch Kündigung seitens des Arbeitgebers ist dem Arbeitnehmer die notwendige Freizeit zum Aufsuchen eines neuen Arbeitsplatzes bis zu einem Fünftel der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit ohne Schmälerung des Entgelts zu gewähren.
3.  Eine Kündigungsfrist entfällt während der höchstens vierwöchigen Probezeit.
4.  Der Kündigungsschutz des § 15 Mutterschutzgesetz bzw. § 7 Väter-Karenzgesetz wird auf die Dauer des bundesgesetzlich geregelten Anspruches auf Kinderbetreuungsgeld erstreckt.

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